
Ein Routennetz der stillen Wege
Von Potsdam nach Wannsee übers Belvedere
10,5 km Wanderzeit: 2:46 h
Anfahrt über Potsdam: Mit der Tram vorm Hauptbahnhof (NR 92 - Richtung Potsdam, Kirschallee) bis zur Tram-Halt: Potsdam, Am Schragen
Rückfahrt: Bushaltestelle: Pfaueninselchaussee/Königstraße (Richtung Wannsee - kurze Fahrt)

Hoch auf dem Pfingsberg wartet das kleine Juwel Belvedere auf dich.
Nach dem Abstieg auf der anderen Seite kommst du über Schloss Cecilienhof an den Wannsee.
Über die Glienicker Brücke geht es an der Uferpromenade mit Blick auf die Pfaueninsel zur Bushaltestelle Pfaueninselchaussee/Königstraße
+ Einkehrmöglichkeit nach 5,5 km im Wirtshaus Moorlake
+ Bademöglichkeit im Heiligen See: nach 2,37 km zweimal rechts abbiegen
+ Besichtigungen von Schloss Belvedere und Schloss Glienicke lohnen sich.
- Am Wochenende eine sehr frequentierte Strecke!
Über 33 Drei-Sterne-Wanderungen für jedes Wetter warten im Wander-Sorglos-Paket (15 €) auf dich – kompakt, übersichtlich und perfekt vorbereitet.
Löcknitztal - ein Rundweg
11,8 km Wanderzeit: 3:00 h
Start: Bahnhof Fangschleuse
Rückfahrt: Bahnhof Fangschleuse

"Die Löcknitz ist eines jener vielen Wässerchen in unsrer Mark, die, plötzlich aus einem Luch oder See tretend, auf eine kurze Strecke hin einen Parkstreifen durch unser Sand- und Heideland ziehn. Keines unter all diesen Wässerchen aber ist vielleicht reizvoller und unbekannter zugleich als die Löcknitz, die, aus dem Roten Luche kommend, in einem der Seen zwischen »Erkner« und den Rüdersdorfer Kalkbergen verschwindet.
Immer dieselben Requisiten, gewiß; und doch, wer an dieser Stelle spätnachmittags an der Grenzlinie zwischen Wald und Wiese hinfährt, dem eröffnet sich eine Reihe der anmutigsten Landschaftsbilder. Hier dringt der Wald von beiden Seiten vor und schafft eine Schmälung, dort tritt er zurück, und der schmale Wiesenstreifen wird entweder ein Feld oder das Flüßchen selber ein Teich, auf dem im Schimmer der untergehenden Sonne die stillen Nymphäen schwimmen." *
Vom Bahnhof Fangschleuse ausgehend, erlebst du die Löcknitz in einem besinnlichen Rundweg mit vielen Facetten.
+ Gute Rastmöglichkeit nach 6,8 km auf einer Bank bei Klein-Wall.
+ Kurze An- und Rückfahrt.
- Keine Einkehrmöglichkeit unterwegs.
+ Es gibt aber ein Griechisches Restaurant Dionysos direkt am Bahnhof Fangschleuse.
* Theodor Fontane: Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Vierter Band: Spreeland.
Berlin: Verlag von Wilhelm Hertz, 1882, Kapitel „Kienbaum“.
Von Löwenberg (Mark) nach Bergsdorf
verkürzte Version
12,2 km Wanderzeit: 3:09 h
Start: Bahnhof Löwenberg Rückfahrt: Bahnhof Bergsdorf

Du tauchst ein in eine kühle Senke und der Mischwald nimmt dich in sein Reich. Bald schimmert der Kleine Lankesee – smaragdgrün, als hätte der Wald sich selbst einen Edelstein geschenkt.
Am Großen Lankesee, das Seehaus von Schloss Liebenberg grüßt durch die Bäume, lohnt sich ein Abstecher nach oben: Skulpturen stimmen still und ziemlich grübelnd.
Erst wenn du das tiefe Grün zum zweiten mal verlässt und über weite Wiesenlandschaft streifst, liegt Bergsdorf vor dir, ein paar lange Straßenzüge noch, am Bahndamm klingt er schon, der leise Schlussakkord.
+ Traumhafte Badestellen rund um den Kleinen Lankesee nach 3,5 km.
+ Weitere Badestellen am Großen Lankesee nach ca. 5,5 km.
+ Viele Wanderwege kreuzen sich und so gibt es zahlreiche Abkürzungs-möglichkeiten. Auch der Rückweg nach Löwenberg ist zu erwägen, um ein langes Sonnenstück bei Bergsdorf zu vermeiden.
+ Bäckerei in Bergsdorf
- Der Weg von Bergsdorf bis zum Bahnhof zieht sich etwas hin. Dies mit einplanen.
Von Nikolassee nach Pichelsberg - Der Havelhöhenweg
12,8 km Wanderzeit: 3:20 h
Start: S-Bahnhof Nikolassee Rückfahrt: S-Bahnhof Pichelsberg

Der Havelhöhenweg:
Durch den Grunewald zur ersten Anhöhe mit Blick über den Wannsee. Ein Küsten-Wanderweg mit viel auf und ab.
Manche finden sogar einen Hauch von Côte d’Azur wieder...
Hügel und Täler, sehr lieblich.
Über den Postfenn-Trail geht’s zur S-Bahnstation: Pichelsberg.
+ Keine lange Anfahrt
+ Bademöglichkeiten nach 3.08 km und nach 6,23 km.
+ Schönster Rastplatz nach 5 km mit Blick auf die Insel Lindwerder
+ Einkehr in der "Alten Liebe" nach 10,5 km (nur im Sommer geöffnet)
- Stadtnahe Tour, die am Wochenende sehr frequentiert ist.
Kleiner Geheimtipp: Wer die Tour vor 10 Uhr startet (je früher, desto besser) ist noch relativ für sich.
Von Marquardt nach Werder
14,1 km Wanderzeit: 3:34 h
Start: Bahnhof Potsdam, Marquardt
Rückfahrt: Bahnhof Werder

"Im allgemeinen wird sich sagen lassen, daß eine mit dem Lineal gezogene Linie landschaftlich ohne Reiz sei, jede Regel aber hat ihre Ausnahme ... " *
Eine solche Ausnahme ist der Sacrow-Paretzer Kanal.
Nach dem verwunschenen Schlosspark von Marquardt begleitet er dich – still, gerade, und doch von einer eigentümlichen Würde.
Sein Wasser ruht, als wüsste es um die Schönheit der Ordnung.
Dann weitet sich die Landschaft. Eine Kette aus Seen glitzert neben dir: Schlänitzsee, Wublitz, Großer Zernsee – ein Band aus Licht, das selbst an grauen Tagen leuchtet.
Neben den Golmer Luchwiesen führt dein Weg weiter, bis zur breiten Havel, wo sich Himmel und Wasser begegnen.
Und wenn du über die Brücke nach Werder gehst, liegt sie dir noch einmal zu Füßen, die ganze stille Herrlichkeit dieser märkischen Welt.
+ Abwechslungsreiche Landschaft mit viel Weitblick.
+ Rastplätze nach 9,15 km (Bank nach der Wublitzbrücke), Sitzgruppe nach 10,4 km am Stichkanal.
- Etwa die 2/3 der Wanderung verläuft auf einem Radweg.
- Keine Enkehrmöglichkeit unterwegs.
*
Fontane, Theodor: Wanderungen durch die Mark Brandenburg.
Vierter Band: Spreeland.
Berlin: Verlag von Wilhelm Hertz, 1882, Kapitel „In den Spreewald“.
Diese Wanderung gibt es auch in einer längeren Variante als Drei-Sterne-Tour: Von Marquardt nach Potsdam Sanssouci.
Von Atlandsberg nach Strausberg (Kurzfassung)
14,2 km (ohne Fähre) Wanderzeit: 3:35 h
Start: Bushaltestelle Atlandsberg, Buchholzer Allee
Rückfahrt: Bahnhof Strausberg Stadt

Die vergessene Allee bleibt ein Klassiker an Schönheit. Wie ein geheimer Zugang führt sie dich in den Schatten des Waldes, wo in seiner kühlen Tiefe der Bötzsee deine Ankunft erwartet.
Später wechselst du direkt zum Straussee. Die kleine Fähre bringt dich nach Strausberg und frägt nicht, ob du den Fängersee gesehen hast.
+ Traumhafte Badestellen nach 7,6 km am Bötzsee (Schattenseite).
+ Weitere Badestellen am Straussee nach 12,9 km (kurz vor der Fähre).
+ Die Fähre fährt im Sommer im 30 Minuten-Takt.
- Erste 500 m neben einer Straße.
Von Erkner nach Schmöckwitz - Zum Oder-Spree-Kanal
14,3 km Wanderzeit: 3:38 h
Start: Bahnhof Erkner
Rückfahrt: Tramhaltestelle: Alt-Schmöckwitz

Wie ein Tor in die Stille führt dich ein schmaler Weg aus Erkner hinaus.
Der Brettersche Graben, im Sommer ein flüsternder Bach, ruht jetzt unter Eis und Schilf, nur der Wind spielt noch mit den Halmen.
Die Spree empfängt dich still, ihr Lauf matt wie Zinn.
Zwischen Neu-Zittau und den weiten Winterwiesen scheint die Welt vergessen, das Licht gedämpft, der Himmel fern.
Am Oder-Spree-Kanal schließlich verschmelzen Wasser, Eis und Himmel zu einem silbrigen Atemzug.
Der Weg zum Seddinsee zieht sich noch ein Stück durchs Schweigen.
In Schmöckwitz erwacht die Straßenbahn – als käme sie aus einem langen Traum.
+ Einkehrmöglichkeit nach 13,6 km im Schiffrestaurant Strandlust.
- Zwischen km 3,8 – km 5,5 Radweg neben einer befahrenen Straße.
- Das letzte Drittel ist am Sonntag recht frequentiert. (Sonntagsspaziergänger)
Diese Wanderung gibt es auch als Drei-Sterne-Tour für den Sommer: Von Erkner nach Schmöckwitz.
Von Streganz nach Storkow - Naturpark Dahme-Heideseen
14,4 km Wanderzeit: 3:39 h
Start: Bahnhof Streganz, Dorf Rückfahrt: Bahnhof Storkow (Mark)

In Streganz steigst du aus, der Bus fährt zögernd ohne dich zurück.
Willkommen in der Stille.
Vorbei am kleinen Linowsee, wo ein paar Enten Kreise ziehen, führt der Weg in den Wald - tropfende Farne, weiches Moos und ein paar Pilze blicken staunend, als sei der Mensch hier selten Gast.
Der Schweriner See öffnet sich weit und sanft, als wolle er zeigen, dass auch die kühle Jahreszeit leuchten kann.
Hinter Selchow, mit seiner kleinen Kirche, führen dich feuchte Wiesen zum Aussichtsturm. Sein Blick reicht weit über den See.
Ein schmaler Lehrpfad bringt dich zur Fischerei Köllnitz, ein guter Ort für eine lange Rast.
Weiter geht es über Philadelphia zu einem alten Salzweg. Auf ihm betören die Luchwiesen in ihrer schlichten Anmut. Ein kleiner Graben begleitet dich, wie ein alter Freund.
Es erscheint Storkow – ein Schild, ein bisschen Wind, ein kleiner Bahnhof.
Der Zug wartet schon.
+ Nach 3,5 km: Schöne Sitzbank für eine Pause (im Sommer Badestelle)
+ Schöne Kirche in Selchow nach 5,4 km (auch für eine Rast)
+ Beobachtungsturm nach 7,7 km
+ Einkehrmöglichkeit nach 9,4 km im Restaurant Köllnitz Naturgut
oder gleich danach links der Straße im Aalhof Gödicke.
+ Viele schöne Rastplätze auf der ganzen Strecke.
- 600 m verlaufen weglos über Graswiesen und können sehr feucht sein.
- Zwischen km 9,8 und 10,8 verläuft der Weg auf einem Radweg neben der Straße
Von Buch nach Schönwalde
15,3 km Wanderzeit: 3:53 h
Start: Bahnhof: Buch Rückfahrt: Bahnhof Schönwalde

Vom Schlosspark Buch führt dich der Weg hinaus ins offene Land.
Die Panke begleitet dich zwischen Erlen und Weiden, dann folgen lichte Birkenwälder.
Am Kornspeicher von Hobrechtsfelde liegt eine Ruhe, als wäre der Alltag abgereist. Auf den Weiden grasen Wasserbüffel und verleihen der Mark ein wenig Exotik.
Kurz darauf öffnet sich die Schönower Heide. Von einem Aussichtshügel schweift der Blick über sandige Flächen und Wacholderinseln, bevor der Weg wieder ins Grün taucht, bis der Gorinsee vor dir liegt.
Ein moosiger Pfad durch den Wald bringt dich schließlich nach Schönwalde – ein stiller Ausklang.
Am Gorinsee
+ Nach 11,4 km: Gasthaus Am Gorinsee (Wildgerichte, auch im Winter schöne Sitzplätze mit Blick).