/* Alle Fehlermeldungen im Mitglieder-Anmeldeformular schwarz einfärben */ span[data-hook="validationMessage"] { color: black !important; }
top of page
Stilles Übernachten in der Natur
Herausforderungen
Ängste

a) Angst vor anderen Menschen
 

Streng genommen begehe ich beim wilden Übernachten eine Ordnungswidrigkeit, die meist niemanden stört. Vom Ausmaß her ist es ungefähr vergleichbar mit einem Falschparker.
(Vorausgesetzt natürlich: kein Feuer, kein Müll, kein Nationalpark, kein Schutzgebiet.)

 

Falls mich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch jemand entdeckt, kann es passieren, dass ich zusammenpacken und weiterziehen muss. Mir ist das bisher noch nie wirklich passiert, außer einmal morgens… da wollte ich ohnehin weiter.
 

Wichtig ist in so einem Moment vor allem eins: Demut.
Denn freies Übernachten ist in vielen Fällen offiziell nicht erlaubt.

Und die meisten Begegnungen sind sowieso unspektakulär: Wenn dich Passant:innen sehen, ist es ihnen oft egal – sie gehen einfach weiter. Vielleicht gibt’s mal ein Kopfschütteln, vielleicht auch ein stilles „Respekt“. Sollte jemand wirklich Anstoß nehmen, hilft es, freundlich zu bleiben und ruhig zu erklären, warum du das machst: Dass du die Natur respektierst, keinen Schaden hinterlässt – und einfach nur für ein paar Stunden ganz nah draußen sein willst.
 

b) Angst vor Tieren

Nachtaktive Tiere können manchmal ums Zelt schleichen und einen kurz wecken – aber die allermeisten sind scheu. Von ihnen geht normalerweise keine Gefahr aus.

Wichtig ist eher der Kleinkram:
Ein gut geschlossenes Moskitonetz, damit Mücken nicht zur nächtlichen Hauptattraktion werden.

Ich selbst habe am ehesten Angst vor Schlangen.
Diese Angst löse ich ganz pragmatisch: durch ein geschlossenes Zelt. Darin fühle ich mich sicher – und für mich Grund genug kein Tarp zu benutzen.

 

c) Angst vor Dunkelheit

Diese Angst habe ich interessanterweise gar nicht. Im Gegenteil: Je dunkler es wird, desto weniger Menschen sind unterwegs. Die Dunkelheit ist ein Verbündeter. Sie gibt mir Geborgenheit.

Ich würde aber auch keinen Tatort im Zelt schauen.

 

Eine Besonderheit des Alleinreisenden: Das Nicht-Teilen-Können
Was draußen groß und beglückend wird, ist drinnen manchmal überraschend still: der Moment gehört nur dir. Einsame Momente genießen zu können, setzt voraus, sich selbst zu genügen und gerne so mit sich unterwegs zu sein, als wäre man sein eigener Kumpel.

 

Zu zweit unterwegs zu sein, erlaubt es, Glücksmomente zu teilen.
Dieses Bedürfnis wird beim Alleinreisen nicht erfüllt. Der Moment, den man erlebt, bleibt ausschließlich bei einem selbst. Ich habe das erst spät im Leben gelernt.

Alleinsein und Gemeinsamkeit, zwei Zustände – mit eigenen Vorzügen. Sie sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden. Beides sollte wohl beherrscht und geübt werden.

Rechtliches
Verhaltensregeln
Vergleich: Campingplatz - Freie Natur
Wildes Zelten in Deutschland - Offener Erfahrungsaustausch
bottom of page